Gelungene Verknüpfung von Theorie, Praxis und aktuellen Forschungsthemen

Wasserburg/München – Beim Symposium „Planen und Bauen für die Zukunft“ in München erhielten Schülerinnen und Schüler aus ganz Bayern spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen des modernen Bauwesens. Auch die FOSBOS Wasserburg war vertreten: Zwei Schüler des Technikzweiges der Schule, Thomas Eder und Valentin Ried, nahmen am 7. und 8. Mai 2026 an der Veranstaltung teil. Insgesamt waren rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort.

Die Teilnahme an einem hochkarätigen Symposium dieser Art zeigt, wie praxisnah und zukunftsorientiert die Ausbildung an der FOSBOS Wasserburg gestaltet wird. Im Bereich Bautechnik und Naturwissenschaften profitieren die Schülerinnen und Schüler regelmäßig von aktuellen Einblicken in Wissenschaft, Forschung und moderne Technologien.

Die Veranstaltung begann mit einem gemeinsamen Abendessen in einem Münchner Gasthof. Dabei bot sich die Gelegenheit, mit Schülerinnen und Schülern anderer Schulen ins Gespräch zu kommen und erste Kontakte zu knüpfen. Auch der stellvertretende Präsident der Bayerischen Akademie der Wissenschaften war anwesend. Nach der Übernachtung in München ging es am nächsten Morgen an die Technische Universität München.

Dort präsentierten Doktorandinnen und Doktoranden ihre aktuellen Forschungsarbeiten aus dem Bauwesen. Im Mittelpunkt standen Themen wie zerstörungsfreies Prüfen von Bauwerken, der 3D-Druck von Häusern und Wänden, der Einfluss von Witterung auf Beton sowie moderne Ultraschallverfahren zur Schadensmessung. Außerdem wurde erläutert, wie Luftlöcher im Beton vermieden werden können, um Bauwerke langlebiger zu machen. Die Vorträge zeigten eindrucksvoll, wie stark moderne Technologien und innovative Forschungsmethoden das Bauwesen bereits heute verändern.

Am Nachmittag wurden die Fachvorträge in der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in der Münchner Innenstadt fortgesetzt. Zu den Referierenden gehörten unter anderem Prof. Dr. Dr. Konrad Bergmeister, Prof. Dr.-Ing. Roland Wüchner und Prof. Dr. Kathrin Dörfler. Inhaltlich ging es unter anderem um grenzüberschreitende Basistunnel, digitale Zwillinge in der modernen Statik, Mensch-Roboter-Teams im Bauwesen, klimafreundlichen Beton, nachhaltiges Bauen sowie den Einsatz künstlicher Intelligenz im Bauwesen.

Besonders beeindruckend war der Vortrag über große Tunnelprojekte, bei denen mehrere Länder zusammenarbeiten. Dabei wurden die technischen und organisatorischen Herausforderungen solcher Bauvorhaben anschaulich erklärt. Ebenso spannend war die Vorstellung digitaler Zwillinge, mit deren Hilfe Bauwerke bereits vor dem eigentlichen Bau virtuell simuliert werden können, um Planung, Sicherheit und Nachhaltigkeit zu verbessern.

Das Symposium machte deutlich, welche zentrale Rolle moderne Technologien und nachhaltige Konzepte für das Bauen der Zukunft spielen. Gleichzeitig bot die Veranstaltung den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, aktuelle Forschung hautnah kennenzulernen und sich mit anderen Interessierten aus ganz Bayern auszutauschen.

Den Schülern wurde durch die Teilnahme an dieser Veranstaltung wieder einmal weit mehr geboten, als klassischer Unterricht im Klassenzimmer: Durch Exkursionen, Expertenvorträge und die Organisation der Teilnahme an eben solchen wissenschaftlichen Treffen gelingt es der FOSBOS Wasserburg immer wieder, Theorie, Praxis und aktuelle Forschungsthemen zu verknüpfen und so werden Schülerinnen und Schüler dort gezielt auf Studium, Beruf und die technischen Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.

 

Artikel geschrieben von Simon Stechl

Fotos: Valentin Ried