Wasserburg – Nur vier Tage nach Erhalt ihrer Abiturzeugnisse reisten 14 Absolventinnen und Absolventen unserer FOSBOS Wasserburg nach Zypern, 13 weitere nach Malta. Dabei nutzten sie das Erasmus+-Programm, um internationale Berufserfahrungen zu sammeln und gleichzeitig ein neues Land zu erkunden. Dank großzügiger EU-Förderung konnten sie an zweiwöchigen Praktika in lokalen Unternehmen teilnehmen, wobei die Stellen gezielt nach den beruflichen Vorerfahrungen und der Ausbildungsrichtung an der FOSBOS (Sozialwesen, Technik oder Wirtschaft und Verwaltung) ausgewählt wurden. So arbeiteten einige Schülerinnen und Schüler in Kindergärten oder Feriencamps, andere im Immobilienbüro, im Hotel oder Museum. Eine technisch versierte Gruppe unterstützte ein Tonstudio und war an der Webprogrammierung beteiligt. Zwei Teilnehmerinnen konnten sich auf Zypern in einer Keramikwerkstatt kreativ ausleben und eine Schülerin half sogar auf einem Pferdehof mit. So konnten alle spannende Einblicke in einen bestimmten Beruf gewinnen und insbesondere die Englischkenntnisse täglich anwenden.
Doch natürlich bestand der Auslandsaufenthalt nicht nur aus Arbeit. Nach Feierabend und an den Wochenenden wurde jede Gelegenheit genutzt, die Inseln zu erkunden. Auf Malta durchstreiften die Teilnehmenden mit Begleitlehrkraft Robert Plischke die historische Hauptstadt Valletta mit ihren engen Gassen und beeindruckenden Bauwerken, sprangen in St. Peter’s Pool von den Klippen ins glasklare Wasser und segelten mit dem Katamaran zur Blue Lagoon und zur Crystal Lagoon. Auf Zypern erkundete die Schülergruppe gemeinsam mit ihrer Lehrkraft Sarah Gartner die gesamte Stadt Limassol, besuchte die archäologischen Ausgrabungsstätten in Paphos und folgte den Spuren der griechischen Göttin Aphrodite, die der Legende nach an der Küste Zyperns dem Meer entstiegen sein soll. Auch hier gab es eine Bootsexkursion und während der Badepause sprangen Schüler und Lehrkraft immer wieder von der Reling ins Meer. Bei Temperaturen weit über 30 °C testeten sie alle möglichen Strände in der Umgebung und zur Abkühlung ging es auch mal in den Pool vor der Unterkunft.
Trotz der vielen positiven Erfahrungen gab es natürlich auch Herausforderungen. Auf Malta sorgte ein längerer Stromausfall dafür, dass einige Zeit die Klimaanlage ausfiel, die Gruppe auf Zypern musste sich erst einmal mit der heimischen Fauna (die ein oder andere Kakerlake und viele streunende Katzen, die auch nicht unbedingt vor der Zimmertüre halt machten) anfreunden und sich an spontane Planänderungen – sowohl der Arbeitgeber als auch der Busfahrer – gewöhnen.
Zwar gab es auch regelmäßig lokale Spezialitäten zu essen, doch an den meisten Tagen schwangen die Schülerinnen und Schüler selbst die Kochlöffel. Alle Köche so zu koordinieren, dass sämtliche Speisen gleichzeitig auf den Tisch kamen, war gar nicht so einfach wie gedacht.
Rückblickend war das von Erasmuskoordinatorin Sarah Gartner organisierte Auslandspraktikum weit mehr als nur ein Praktikum. Die Abiturientinnen und Abiturienten sammelten wertvolle berufliche Erfahrungen, sprachen im Berufsalltag viel Englisch, knüpften zahlreiche neue Kontakte und schufen als Gruppe unvergessliche Erinnerungen.
Die Auslandsplanungen für das nächste Schuljahr laufen bereits: Auch 2026/27 werden wieder viele Schülerinnen und Schüler unserer FOSBOS Wasserburg die Möglichkeit erhalten, dank der EU-Förderung wertvolle Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers zu sammeln.
Artikel und Fotos von Sarah Gartner, Erasmuskoordinatorin




