Seminarausstellung fördert Transparenz und Motivation

Wasserburg – Die Schulzeit unserer Abschlussklassen an der FOSBOS Wasserburg neigt sich mit rasendem Tempo dem Ende zu. Bereits Ende April werden die ersten mündlichen Prüfungen (Englisch) absolviert, und im Zeitraum vom 15.05. bis zum 22.05.2026 folgen dann die schriftlichen Prüfungen in Deutsch, dem Profilfach (Physik, BWR bzw. Pädagogik/Psychologie), Mathematik und Englisch. Diese Termine gelten sowohl für die 12. Klassen, die sich auf das Fachabitur, den Zugang z. B. zu FH und TH, vorbereiten, als auch für die 13. Klassen, die mit ihrem Abschluss (allgemeines oder fachgebundenes Abitur) dann an der „Uni“ studieren dürfen.

Auf dem Weg zum Abitur ist von den 13. Klassen neben den herkömmlichen Leistungsnachweisen auch die Erstellung einer Seminararbeit, also einer wissenschaftlichen Arbeit, zu meistern. Dies ist ein arbeitsintensiver Prozess und so verwundert es kaum, dass das dann endlich fertig gestellte Ergebnis stolz präsentiert werden will. Dies geschah durch eine Ausstellung der Seminararbeiten in Klassenzimmern unserer Schule. Diese Veranstaltung bildete den wichtigen Abschluss des Seminarprozesses und bot den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre Ergebnisse einer breiteren Schulgemeinschaft zu präsentieren. Gleichzeitig erhielten jüngere Jahrgangsstufen einen realistischen Einblick in Anforderungen, Themenvielfalt und Arbeitsweisen im Seminarfach.

Das verbindende Überthema lautete in diesem Schuljahr Mobilität. Fünf Fachlehrkräfte betreuten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen bei deren Arbeitsprozess – von der Themenfindung über die Durchführung der Projekte bis hin zur Erstellung der schriftlichen Seminararbeit und deren Präsentation.

Der Umstand, dass die Seminaristinnen und Seminaristen in verschiedenen Ausbildungsrichtungen (Technik, Wirtschaft, Sozialwesen) beheimatet waren, spiegelte sich letztlich auch in der thematischen Bandbreite der Arbeiten wider. So wurde das Thema Mobilität in verschiedenster Weise interpretiert, je auch nach Interessen und fachlichem Blickwinkel. Die Themen stammten dabei aus nahezu allen Fachbereichen, darunter Politik, Geschichte, Naturwissenschaften, Technik, Psychologie sowie weitere gesellschafts- und wirtschaftsbezogene Disziplinen. Es gab z. B. Arbeiten zur Planung einer Wildtierbrücke, zur Geschichte und Technik des Transrapids, zum weiblichen Menstruationszyklus, zur Fortbewegung von Walen oder zum Oregon-Trail. Besonders hervorzuheben ist dabei der Eigenanteil, bei denen funktionstüchtige Modelle, wissenschaftliche Umfragen, Musikstücke oder Kurzfilme und weitere vielfältige Ergebnisse entstanden. Diese praktischen Anteile der Arbeiten machten die Ergebnisse für die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung unmittelbar nachvollziehbar und förderten den fachlichen Austausch.

Die Ausstellung richtete sich gezielt an die unteren Jahrgangsstufen, insbesondere die 11. und 12. Klassen. Mit den Informationen – insbesondere aus persönlichen Gesprächen – zu möglichen Themenfeldern und zu Arbeitsaufwand und Zeitplanung bei der Erstellung von wissenschaftlichem Arbeiten bekamen die Jüngeren wertvolle Hinweise für ihre eigene zukünftige Seminararbeit. Ein besonderer Programmpunkt der Ausstellung waren Vorträge zu ausgewählten Seminararbeiten, wie beispielsweise bezüglich der Möglichkeit der Steigerung der Mobilität querschnittsgelähmter Personen mithilfe eines Implantats oder der Betrachtung neurologischer Grundlagen und Mobilität in Altenheimen.

Die Ausstellung der Seminararbeiten verdeutlichte eindrucksvoll das Engagement, die Selbstständigkeit und die fachliche Kompetenz der angehenden Abiturientinnen und Abiturienten. Gleichzeitig leistete sie einen wichtigen Beitrag zur Transparenz schulischer Arbeit und zur Motivation der nachfolgenden Jahrgänge, eigene Projekte mit Sorgfalt und Ausdauer zu bearbeiten.

Nun heißt es nur noch Daumendrücken, damit auch in den anstehenden Fachabitur- und Abiturprüfungen unsere Schülerinnen und Schüler zeigen können, was sie können.

 

Artikel geschrieben von Simon Stechl und Ingeborg Huber

Fotos: Simon Stechl und Barbara Asanger